Marin - Tipp's - Süßwasser


Geschrieben von A.Weber

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Tipp's für Anfänger und Fortgeschrittene


Die 22 Tipp's sind für die Meerwasser - Aquaristik geschrieben worden. Da diese aber in vielen Punkten auch für die Süßwasseraquaristik zutreffen, sind sie fast kpl. übernommen worden.


 

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Vorwort :

Mir ist schon bekannt, das ich einigen  auf die Füße treten werde.

Dies hält mich aber nicht davon ab, weiterhin meine Meinung zu Äußern und den Versuch zu unternehmen, dieses schöne und " unkomplizierte " Hobby populärer zu machen.

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ES IST SO EINFACH !

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Tip 1: Standort

Das wichtigste überhaupt.

Nehmen Sie sich einen Platz, von dem aus Sie das Aquarium in Ihrer Freizeit am besten einsehen und beobachten können. Aufstellungsorte direkt am Fenster sowie neben dem Fernseher sind zu vermeiden.

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Tip 2: Familie

Versuchen Sie Ihre Familie auch für das Hobby zu interessieren. Wenn Ihre Familie mitzieht, ist dieses Hobby noch viel schöner und interessanter.

Nebeneffekt: Die "GLOTZE" bleibt öfter mal aus.

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Tip 3: "ART" Süßwasser

Überlegen Sie sich frühzeitig, welche Tiere Sie pflegen möchten. Verschiedene Möglichkeiten erfordern zum Teil auch unterschiedliche Systeme .

Beispiele :

  • reine Fischaquarien
  • Gesellschaftsaquarien
  • Biotop - Aquarien
  • Brackwasser - Aquarien
  • u.s.w.

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Tip 4: Volumen

Sprichwort :

Volumen ist durch nichts zu ersetzen als durch Volumen!

Planen Sie Ihr Aquarium so groß wie möglich, sonst ist es schon nach 1 Jahr zu klein.

Ein Aquarium ist immer zu klein. IMMER!

Der Anschaffungspreis für eine größere Anlage ist kaum höher. Die Mehrkosten für eine stärkere Pumpe sowie für das Aquarium und das Möbel sind nur geringfügig höher. Prozentual macht das vom Gesamtvolumen meistens nur 10 - 15% aus.

1.Vorteil : Sie benötigen nicht schon nach 1 Jahr ein größeres Aquarium.

2.Vorteil : Ihre Grenzen ( beim Tierbesatz ) sind vorgegeben.

3.Vorteil : Das Aquarium wird mit zunehmender Größe pflegeleichter.

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Tip 5: Möbel

Das Aquarienmöbel  

sollte von Design und Farbe ( Struktur) zur übrigen Einrichtung passen.
Bedenken Sie aber, daß in den allermeisten Fällen die Technik im Aquarienschrank untergebracht werden soll. Berücksichtigen Sie hierbei bitte das Gewicht eingerichteter Aquarien.

Welche Hausfrau ( mann ) sieht schon gerne die Pumpen , und noch schlimmer: wer hört sie gerne 24 Stunden am Tag.

Etwas Ästhetik sollte schon sein.

Als Ideal hierfür haben sich ALU-Gestelle erwiesen, die den Eisengestellen, nicht nur wegen ihres Gewichtes, weit überlegen sind.

Die Alu-Gestelle sind eloxiert oder lackiert und durch Wasserspritzer nicht angreifbar. Das Eisengestell ist schnell stark angegriffen, wenn es nicht ganz hochwertig bearbeitet wurde ( Verzinken o.ä. ) und kann unter Umständen, z.B. durch magnetische Ströme, die evtl. vorhandenen Meß- und Regeltechnik beeinflußen.

Die Verkleidung des ALU-Gestelles wird über das Aquariengestell geschoben und mit wenigen Schrauben befestigt.

Der Vorteil hierbei liegt auf der Hand:

Sie können jederzeit die Verkleidung ohne Probleme abnehmen. Sie haben die Möglichkeit, die Verkleidung auszuwechseln, wenn Ihnen das Dekor nicht mehr gefällt.

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Tip 6: AQUARIEN

Das Aquarium ist der wichtigste Teil der kpl. Süßwasseranlage. Wenn es ausfällt ( leckt o.ä.) ist alles aus!

Der Schaden und der gestörte Hausfrieden ist erheblich!

Eine Pumpe, die Beleuchtung oder die Co2 - Anlage usw. kann man kurzfristig ersetzen, falls man hiermit Probleme hat. Das Aquarium nicht.

Achten Sie beim Aquarium auf sauberste Verarbeitung.

Das Aquarium sollte im Maß und die Scheiben "oben und unten" gleich groß sein.Weiterhin sollten die Klebenähte ohne Luftblasen und die Scheiben rundum geschliffen sein.

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Tip 7: Technikraum

Als Technikraum bezeichne ich den Raum unter dem Aquarium, also im Aquarienmöbel.
Ab und an auch im Keller oder im Zimmer hinter dem Aquarium, sehr beneidenswert !

Auch wenn bei einigen " Technik " verpönt ist, ohne Technik funktioniert es nicht.

In diesem Fall rede ich aber nur vom Technikraum unter dem Aquarium. Dieser muß, da sehr begrenzt, bei der Planung für die Filterung, Technik usw. bestmöglich ausgenutzt werden.
Übrigens ein weiterer Grund, warum ich ALU-Gestelle dem Schrank vorziehe.

Ich habe keine störende Mittelwand !

Hier muß der Filter, Pumpe, Co2 Anlage, Stromversorgung, Nachfüllautomatik, Membranpumpe, Meß,-Regeltechnik u.s.w. untergebracht werden. Das wird meistens ganz schön eng, aber bei einem ALU-Gestell klappt das.

Vorausgesetzt, das Technik - Konzept ist gut durchdacht.

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Tip 8: Beleuchtung

Einer der zur Zeit umstrittensten Punkte.
Ich kann nur meine Meinung sowie Erfahrung aus über 20Jahren Süßwasseraquaristik weitergeben.

Für Süßwasseraquarien mit z.B. nur Fischen, o.ä Inhalt reicht eine Leuchstoffröhrenbeleuchtung ab 3 Röhren, je nach Tiefe des Aquariums, allemal. Empfehlen würde ich hier 1x AQUA - Star und 2 x Tageslicht (z.B. T 11 od. 12).

Bei Aquarien mit Wasserpflanzen reicht in den meisten Fällen ebenfalls eine Leuchtstoffröhrenbeleuchtung, allerdings hierbei schon wenigstens 4-5 Röhren.

Besser und günstiger aber ist auch hier schon die HQI-Beleuchtung.


Ich seh ihn schon vor mir:

den Aufschrei einiger Aquarianer (männlicher und weiblicher Couleur ).


Wir gehen mal von einer qualitativ guten und günstigen HQI - Beleuchtung aus. Diese soll für ein 160 x 60 x 60 cm Süßwasseraquarium mit Wasserpflanzen ausreichen.

Beispiel Kombination HQI-Beleuchtung plus Leuchtstoffröhren

2 x 150 Watt HQI-Leuchte z.B. System 230 eco ca. 450,-€

2 x 150 Watt HQI-TS/D Brenner ca. 100,-€

2 x 58 Watt Leuchtbalken mit elektronischen Vorschaltgeräten incl. Reflektoren und Röhren, kpl. ca.180,00€

macht zusammen 730,-€

Stromverbrauch = 2 x 150 Watt a. 6Std. = 1,8KW am Tag und 12Std. x 58 Watt =0,696KW

macht ca. 2,5KW = ca. 0,38 € am Tag

Leuchtmittelwechsel 1 x pro Jahr = gesamt ca.150,-€


Beispiel : einfache Abdeckung mit Leuchtstoffröhren

Abdeckung aus Holz (Spanplatte furniert) mit Extra - Versiegelung ca. 250,-€

wenigstens 3 x 58 Watt Doppel - Leuchtbalken elektronischen Vorschaltgeräten = ca. 500,-€

Stromverbrauch : 4 x 58Watt a.12Std. = ca. 2,8KW und 2 x 58Watt a. 8Std. = ca. 1KW

macht ca. 3.8KW = ca. 0,60€ pro Tag

Leuchmittelwechsel 2 x pro Jahr = gesamt ca. 190,-€

bei einer lackierten Abdeckung kann man ca. 250,-€ Mehrkosten dazurechnen

Falls herkömmliche Vorschaltgeräte benutzt werden, kann sich der Stromverbrauch bis zum 2,5 x erhöhen


Hierzu alternativ noch das Pflanzenaquarium, ebenfalls 160 x 60 x 60cm groß

1 x 250 Watt HQI-Leuchte z.B. System 400 ca. 600,-€

diese reicht ( dank des Spitzenreflektors ) für ein Aquarium bis 160cm x 80cm vollkommen aus

1 x 250 Watt HQI-T/D Brenner ca. 100,-€

2 x 58 Watt Leuchtbalken mit elektronischen Vorschaltgeräten incl. Reflektoren und Röhren, kpl. ca. 170,00€

macht zusammen 870,-€

Stromverbrauch : 1 x 250 Watt a. 8 Std. = 2KW, 2 x 58 Watt a. 12 Std. = ca. 1 KW

macht ca. 3KW = ca. 0,45€ pro Tag

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TOP - TIP :

Achten Sie beim Beleuchtungskauf darauf, daß das Gehäuse der Leuchte keine Stahlblechteile hat. Es sollte rundum aus Aluminium sein.

Dieses läßt sich leicht mit einem Magnet testen.

Finger weg von Leuchten mit Stahlgehäusen oder Teilen - diese sind für die Aquaristik ( Oxidation durch Luftfeuchtigkeit ) nur bedingt einsetzbar.

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Tip 9: Filterung

Die Filterung im Aquarienunterbau, in Form eines kleinen Aquariums ( o.ä.), hat sich wohl inzwischen überall durchgesetzt.

Und dies nicht nur der besseren Ergebnisse wegen, sondern wohl auch, weil aus dem Umfeld des Aquariums die Technik verschwindet .

Hier kann ich alles einbauen:

  • Grob,-Feinfilterung
  • Co2 - Anlage
  • Nachfüllautomatik
  • Meß - Elektroden
  • Filterreaktoren
  • Kohle - Filter
  • Heizung
  • u.s.w.

Zur Filterung noch einige Anmerkungen!

Ein Süßwasser - Aquarium würde ich mit einem Rieselfilter betreiben.

Aber bitte, wie der Name schon sagt:

" Rieselfilter " - es war nie die Rede von Tropffiltern.

Ein Rieselfilter sollte, je nach Beschaffenheit des Filtermaterials, ca. 5 % des Beckenvolumens an Filtermaterial beinhalten. Dies Filtermaterial soll sehr gut durchströmbar sein wie z.B. die sogenannten BIO-Bälle

Bitte erwerben Sie kein Filtermaterial, daß die Lamellen so eng stehen hat, daß das Wasser beim rüberlaufen nicht den Kern erreicht.

Dies passiert durch die hohe Oberflächenspannung des Wassers.

Und lassen Sie um Himmelswillen gewickelte " Riesenpatronen " aus dem Rieselfilter, diese haben hier drin nun wirklich nichts zu suchen.

Über diesen Rieselfilter ( Schichthöhe des Filtermaterials mindestens 35 cm ) sollten nun, um beim 160cm Aquarium zu bleiben, wenigstens 4 - 5.000 L/h laufen.
Weiterhin muß eine Gegenbelüftung eingebaut werden - nur dann funktioniert der Rieselfilter wirklich.

Der Rieselfilter ist überall dort ideal angebracht, wo starke Wasserbelastungen durch viel Füttern und starkem Tierbesatz entstehen.

Der Anfänger sollte eigentlich immer mit einem Rieselfilter beginnen.

Gerade für ein Aquarium mit vielen Fischen ist er sehr gut geeignet, aber bei normalem Besatz und Fütterung nicht unbedingt notwendig.

Für ein Pflanzenaquarium reicht eine Biologische Filtereinheit mit einer gutem Co2- Versorgung vollkommen aus.

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Tip 10: Co2 - Anlage

Ohne eine Co2 - Anlage ist, auf Dauer, kein guter und gesunder Pflanzenwuchs möglich.

Mit einer Co2 - Anlage meine ich eine Co2 - Flasche, eine Co2 - Armatur und einen Co2 - Reaktor.

Keinesfalls " Co2 - Tabletten "

Nur mit einer Co2-Versorgung ist gewährleistet das die Wasserpflanzen gesund wachsen und die Biologie aufrecht erhalten.

Hierdurch ist dann auch das Wohlbefinden der Fische gewährleistet.

Sehr gut geeignet hierfür ist auch noch ein Co2 - Magnetventil, welches die Co2 - Zufuhr während der Dunkelphase ausschaltet.

Das Non Plus Ultra ist eine kpl. pH Steuerung.

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Tip 11: Wasserumwälzung

Ca. 5 - 6 x pro Stunde den Aquarieninhalt sollte die Wasserumwälzung in einem Aquarium schon schaffen. Bei unserem 160 cm Aquarium mit ca. 600 Ltr. brutto, sind das ca. 3 - 4.000L/h.

Falls jetzt noch Filter - Reaktor mitbetrieben werden soll benötigen wir eine 5.500L/h Pumpe.

Ideal ist hier auch der Einsatz der " SANFTEN WELLE ", der eine sehr schöne gegenläufige Strömung erzeugt.

Durch den gleichmäßen Strömungswechsel können sich keine Schmutzecken bilden und die Pflanzen wachsen erheblich besser und gerade, nicht wie bei einseitiger Strömung, teilweise nur in eine Richtung.
Ein weiterer Vorteil beim Einbau der " SANFTEN WELLE " :
die Pumpenleistung kann verringert werden und der Kauf einer 2.Pumpe entfällt.
Dies erspart Stromkosten.

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Tip 12: Unterwasserpumpen

Den Einbau von Unterwasserpumpen vermeide ich, wo immer es geht.

Meine Gründe hierfür:

  1. Zusätzlicher Strom im Aquarium.
  2. Entwickelt Wärme, besonders im Sommer kann das fatal sein.
  3. Pro Unterwasserpumpe kann die Wassertemperatur um über 2° Celsius steigen.
  4. Außerdem gibt es für mich nichts unschöneres als eine Unterwasserpumpe mitten im " Dschungel ".

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Tip 13: Boden - ( Heizung )

Die Bodenheizung ist für ein Pflanzen - Aquarium , wenn man lange daran Freude haben möchte, wohl nicht wegzudenken. Die Vorteile überwiegen gegen den doch erhöhtem Preis .

Im Aquarium ist der Bodengrund immer kälter als das Wasser. Die Pflanzen kriegen " kalte Füße ". Gleichzeitig kommt die Nährstoffzugabe nicht oder kaum an die Wurzel - und die Pflanzen Kümmern vor sich hin.

Algen stellen sich ein.

Der Bodengrund wird nicht durchflutet - er fault nach mehr oder weniger langer Zeit.

Sie glauben das nicht?

Stochern Sie bitte einmal mit einem Stock o.ä. im Bodengrund eines Pflanzenaquariums das schon mindestens 1/2 Jahr läuft. Wie Sie sehen steigen " Blasen " hoch. Je nach Stadium riechen Sie schon recht faulig und stärker.

Vergleichen Sie es mit der Natur. In der Natur gibt es keinen intakten Flußlauf und kein intaktes Gewässer in dem der Bodengrund kälter ist als das Wasser.

Durch die Bodenheizung wird der Boden leicht durchflutet - warmes Wasser steigt nach oben, kälteres sickert in den Boden.

Ein entscheidener Kreislauf tritt ein.

Der Boden wird immer wieder seicht durchflutet - die Wurzeln der Pflanzen bekommen frisches sauerstoffreiches Wasser und mit dem Wasser auch frische Nährstoffe.

Eine Pflanze aus einem Aquarium mit Bodenheizung oder anderem Gewässer hat immer schöne weiße Wurzeln.

Aus Aquarium ohne Bodenheizung immer nach längerer Zeit schwarz - braune = FAULE stinkende .

Noch ein Nebeneffekt. Das Pflanzenaquarium mit Bodenheizung kann im Regelfall über 6 - 8 Jahre ohne Neueinrichtung überstehen.

Ohne Bodenheizung ist spätestens nach1 - 2 Jahr eine Neueinrichtung fällig.

6 x Neueinrichten gespart ergibt mehr als die Bodenheizung gekostet hat. Und das sogar ohne den Ärger miteinzurechnen, den man mit Pflanzenaquarien hat, die ohne eine Bodenheizung laufen.

Bei Cichliden - Aquarien o. ä. sieht das natürlich anders aus. Hier wird der Bodengrund regelmäßig "durchgewaschen" . :-))))

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Tip 14: am falschen Ende sparen

Achten Sie bitte bei allen Produkten auf gute Qualität und Wirkung.
Was im Moment billiger erscheint, ist meist auf Dauer viel teurer, da Sie diese Artikel mehrfach kaufen.

Das heißt nicht, daß nur Teueres gut ist - bestimmt nicht.
Aber hochwertige Produkte sind meistens etwas teurer als billige Imitate. Diese halten aber dann meist nicht, was sie versprachen.

Wenn es nur das ist, da kann man zur Not mit Leben.

Viel gravierender ist doch für die Tiere, wenn die gesamte Anlage durch solchen Pfusch " verreckt".

Und auch für Ihren Geldbeutel war dieser Versuch nicht billiger.

Mies - Liste :

  • " rein " umsatzorientiertes Verkaufen
  • die Vielzahl schlechter Aquarien,
  • Pseudo-Co2 - Anlagen
  • Wundergeräte
  • Nitrat - Filter
  • Pseudo-Filterreaktoren

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Tip 15: " Fachmann "

Wie überall in unserer schönen Welt kennen eine Menge Leute alles besser. Besonders in Bereichen, die in die Sparte Hobby zielen!

Es gibt nichts schlimmeres, als Menschen mit einem gefährlichem Halbwissen.

Gepflegt haben diese Menschen schon alles. Und kennen deshalb auch selbstverständlich alle Bedürfnisse der Tiere.

Ich betreibe dies Hobby, auch beruflich schon über 20 Jahre. Und glauben Sie mir, ich habe praktisch alle Tiere gepflegt, im Verkaufsbereich.

In unseren Schauaquarien und im privaten Aquarium konnte ich auch viele Tiere pflegen. Die meisten von ihnen über viele Jahre .
Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie diese BESSERWISSER es schaffen, in so kurzer Zeit 100erte von Tierarten gepflegt zu haben. Und die gesamte,auf dem Markt befindliche Aquarientechnik kennen sie natürlich auch.

Nicht daß ich falsch verstanden werde, konstruktive Kritik habe ich immer befürwortet. Genauso wie Erfahrungen austauschen -- nur dadurch sind wir in der Aquaristik wohl führend in der Welt.

Im Bereich Technik blühen sie dann besonders auf,

Kennen sie doch :

  • jede Pumpe,
  • jeden Filter,
  • jede Leuchte,
  • u.s.w.

Und taugen tut das alles nichts oder sie haben das schon mal von ihrem Kollegen gehört.

Einige dieser Pseudo-Fachleute können schon ganz schwere Wörter sagen.
Andere haben einen Doktor-Titel, meistens schreiben sie aber nicht dabei, in was sie promoviert haben!


Was ich nicht mag sind Menschen die alles mögliche abschreiben und neu interpretieren. Oder aus dem Englischen od. anderssprachigem Übersetzen, und das ohne fundiertes Hintergrundwissen.

Teilweise über Sachen schreiben die schon seit Jahren nicht mehr gemacht werden, weil man sie heute besser weiß.


Im Prinzip ist das nichts schlimmes, es ist ja ihre Zeit. Der Aquarianer der sich mit dem Hobby etwas beschäftigt lacht über diese Artikel, amüsiert sich Königlich und blättert weiter. Der Anfänger, und die, die sich nicht so intensiv mit dem Hobby beschäftigten, glaubt allerdings vielfach was da steht und probiert es leider manchmal aus.
Leider meist mit verheerenden Folgen.

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Tip 16: Finger raus

Ein wichtiger Grundsatz bei der Aquarienpflege " FINGER RAUS " aus dem Aquarium. Sie spülen alle möglichen Stoffe ins Aquarium, wie Cremes, Seife, Öle u.s.w.

Praktisch alles läßt sich mit einem Greifarm erledigen, wie er z.B. von EHEIM als dritte Hand angeboten wird. Sie glauben garnicht, was man damit alles machen kann.

Einige Pflegearbeiten muß man leider mit der Hand machen, waschen Sie diese und den Arm aber bitte vorher gründlich mit klarem Wasser ab.

FINGER RAUS heißt aber auch :

Lassen Sie das Aquarium in Ruhe reifen und sich entwickeln.
Je ungeduldiger Sie sind, und je mehr Sie immer wieder verändern, um so mehr Probleme und Problemchen haben Sie mit Ihrem Aquarium. ( Vorausgesetzt Ihre Technik funktioniert richtig )

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Tip 17: Bücher

Es gibt sehr viele Bücher auf dem Markt, sehr viele.

Auf einigen dürfte allerdings nicht " FACHBUCH " stehen, sondern " Roman oder Krimi ".

Hier gilt das selbe wie weiter oben ( Tip 15 ) mit den Schreiberlingen, viele haben absolut keine Ahnung von dem was Sie schreiben. Das geschriebende basiert auf gehörtem und abgeschriebenen.

Für den Beginner kann ich einige wenige Bücher empfehlen:

  • Das optimale Aquarium ( AQUADOCUMENTA- VERLAG)
  • Aquarienatlas Bd. 1 - 5 ( MERGUS-VERLAG)
  • Wasserpflanzenpraxis ( LANDBUCH - VERLAG)
  • sowie viele Spezialbücher über bestimmte Gruppen von Zierfischen

Bei zu Firmenbezogende Bücher sollten Sie sehr skeptisch sein.

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Tip 18: Erzwingen

Erzwingen können Sie nichts, natürlich kann man mit Geld Einiges bewirken, aber die Biologie des Komplexes Süßwasseraquarium kann man nicht mit Geld zurechtrücken. Auch wenn Ihnen das die Werbung immer wieder verspricht.

Unterstützen kann man die Biologie selbstverständlich, aber nicht schlagartig Fehler korrigieren. Manche Pflegefehler brauchen Wochen und Monate bis sie behoben sind und das " System Aquarium " wieder funktioniert. Das trifft vor allem auf manche Algenplagen zu. Diese sind aber immer auf Pflegefehler ( z.B. : zu wenig, zu selten, zu große Wasserwechsel ) oder schlechte Technik ( z.B. falsche Filterung, schlechte Reflektoren, hohe Temperaturen, u.s.w.) zurückzuführen . Auch zu wenig oder falsches Licht ist ein häufiger Grund.

Zuviel Licht geht nicht, und kann somit niemals ein Grund sein.

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Tip 19: Versandhandel

Ein ganz schweres Thema.

Sicherlich kann man bei diesen Händlern ab und an etwas günstiger bekommen, manchesmal rechnet sich das allerdings nicht, da meist noch Transportkosten u.ä. zu dem Preis kommen.
Bei Reklamationen haben Sie ebenfalls meist schlechte Karten.
Einige Garagenhändler sollten Sie mal sehen.

Kein Wunder das Sie manches mal billiger sein können, arbeiten Sie doch vielfach so:

  • Nebenberuflich
  • keinen Lagerbestand ( Kosten)
  • keine geregelten Öffnungszeiten
  • kein teures Ladenlokal ( Kosten)
  • keine Krankenversicherung, ( Kosten ) die bezahlt Ihr Chef
  • keine Altersversicherung, ( Kosten) bezahlt Ihr Chef
  • keinen teuren Lebendbereich ( große Kosten )
  • keine Beratung ( ZEIT )
  • nicht zur Stelle wenn man sie braucht
  • u.s.w.

Ihr Fachhändler am Ort ist jederzeit ( im normalen Rahmen ) für Sie da. Hilft bei Problemen gern, schnell und berät Sie jederzeit umfassend. Sollte das bei Ihnen anders sein, gibt es vier Möglichkeiten hierfür

  1. Ihr Händler taugt nichts ( gibt es wirklich )
  2. Sie kommen nur mit Problemen zu Ihrem Händler, kaufen aber Ihre Ware z.B. im Versandhandel.
  3. Sie haben sich vor Wochen eingehend beraten lassen und dann bei einem Mitbewerber gekauft. Dieser hat Ihnen genau das verkauft, von dem man Ihnen abgeraten hat. Nun haben Sie die Probleme, die Ihr Fachhändler Ihnen vorhergesagt hat. Er hatte sich die Zeit genommen, Sie gut zu beraten. Und nun soll er auch noch kostenlos die Fehler anderer beheben.

Wären Sie da nicht auch schlecht drauf ?

Es lohnt sich immer, bei einem Fachhändler zu bleiben, auf Dauer auch finanziell. Dies erspart Ihnen einige böse Überraschungen. Und als guter Stammkunde haben Sie auch sonst einige Vorteile.

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Tip 20: Wasserparameter

Für den Einsteiger, der zum ersten Mal ein Aquarium besitzt, habe ich am Anfang auf elektronische Meß,-Regeltechnik verzichtet.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand. Der Neuling verläßt sich zu sehr auf die Technik, und reagiert dann schnell falsch und übereilt, meist mit katastrophalen Folgen.

Jeder Aquarianer sollte anfangs lernen, mit Meßreagenz zu arbeiten und ein Gefühl für das System Aquarium zu bekommen. So lernt er schneller die richtige Deutung einiger Wasserparameter und die Art und Weise darauf zu reagieren.

Ausnahmen gibt es natürlich auch hier:
Temperatur und Redoxpotential-Messung können und sollten auch am Anfang schon eingesetzt werden.

Falls ein " NITRAT-FILTER " eingebaut wurde, sollte auf jeden Fall ein Redox-(MV)-Meß,-Regelgerät eingesetzt werden. Dieses soll bei falschen Meßwerten sofort Alarm geben. Ohne dieses Redox-Regelgerät ist der Nitrat-Filter meines Erachtens eine tickende Zeitbombe.

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Tip 21: Ozon

Hierzu nur ein Satz:
Wenn Sie auf Dauer Ozon einsetzen müssen, funktioniert Ihr gesamtes System nicht richtig. Sie sollten versuchen, herauszufinden, wo der Fehler liegt!

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Tip 22: Gebraucht

Beim Gebrauchtkauf sollte man, das ist bekannt, doppelt vorsichtig sein!

Gegen einzelne Markenartikel ist nichts einzuwenden, solange sie funktionieren. Aber, bei kpl. Meerwasseranlagen sollten Sie mehr als mißtrauisch sein.

Es mag ab und an wirklich Gründe geben, seine Meerwasseranlage zu verkaufen, z.B.Geldprobleme oder Umzug. Das sind aber auch die einzigen Gründe die ich glauben kann.

Keine Lust oder keine Zeit mehr? Bei diesen Angaben würde ich die Finger von der Anlage lassen. Sie funktioniert meistens nicht!

Oder können Sie sich vorstellen, eine gut funktionierende Anlage nach 1 - 2 Jahren zu verkaufen?

Keinesfalls!

Gerade nach diesem Zeitraum beginnt ein Aquarium erst richtig gut auszusehen. Es ist nichts mehr nur gestellt, es wächst alles und das künstliche sieht aus, wie der Natur entnommen.

Mein Tip: Schauen Sie sich mehrere gebrauchte kpl. Anlagen an. Sie werden wahrscheinlich immer wieder auf 1 - 2 der gleichen " Markenfabrikate " treffen, die gebraucht verkauft werden. Näher möchte ich darauf nicht eingehen.

Der zweite Punkt, der gegen eine gebrauchte Aquarienanlage spricht, ist das Aquarium. Mal angenommen, dieses Aquarium steht beim Vorbesitzer in der Diagonale etwas auf Spannung. Sagen wir mal vorne links etwas höher als hinten rechts. 1-2 Jahre lang.

Nun bauen Sie dies Aquarium bei sich auf. Jetzt steht es plötzlich beispielsweise hinten rechts etwas höher.

Selbst bestverarbeitete, rundverklebte Aquariennähte bekommen nun Schwierigkeiten.

Mein Tip:
Wenn Sie sich schon eine Gebrauchtanlage kaufen wollen, entsorgen Sie das alte Aquarium und kaufen sich ein neues!

Siehe auch Tip 6 " Aquarien ".

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     © A. Weber 2/1998