MARIN Berichte - Süßwasser
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Glyptoperichthys scrophus Bemerkenswertes zum Nashorn Segelflossen Harnischwels Text und Foto: Hans J. Mayland Nachdem bisher nur einzelne Tiere des Nashorn Segelflossen Harnischwels als Beifänge zu uns gelangten und diese meist als Pterygoplichthys sp. geführt wurden, haben sich Page, Armbruster & Sabaj (1996) darangemacht, die Erstbeschreibung in Verbindung mit dem hinterlegten Bestimmungsmaterial zu suchen und zu überprüfen. Sie fanden beides und mußten feststellen, daß es sich bei diesem Segelflossen Harnischwels keinesfalls um eine bisher wissenschaftlich unbeschriebene Art handelt. Vielmehr war sie bereits 1874 von COPE als Liposarcus scrophus beschrieben worden.
WEBER bearbeitete 1991 die Gattung Pterygoplichthys: Dabei revalidierte er eine Gattung und stellte eine neue auf. Außerdem kam es auch zu neuen Artzuweisungen innerhalb dieser Gattung. Es waren:
Obgleich COPE den Nashorn Segelflossen Harnischwels bei seiner Erstbeschreibung zur Gattung Liposarcus gestellt hatte und diese Gattung mit der Arbeit von WEBER revalidiert (= wieder gültig gemacht) wurde, mußten PAGE, ARMBRUSTER & SABAJ (1996) ihn aufgrund seiner Körpermerkmale in die Gattung Glyptoperichthys, die früher noch nicht aufgestellt war, eingliedern.
Wegen seiner "Nasenhörner" hat man den Tieren im Englischenden Populärnamen "Rhinoceros Sailfin" (= "Nashorn Segelflosser") verliehen. Die Endgröße der Fische konnte bisher noch nicht exakt ermittelt werden. Das auf Seite 13 abgebildete Tier hatte eine Gesamtlänge (TL) von 140 mm. Die von den Präparaten der Autoren vermessene und angegebenen Maximallängen betragen 273, 4 mm (near Iquitos, Sept. 1920 SL o. TL ?); 225,0 mm (Yarinacocha/Pacayá, Aug. 1920- SL o. TL ?); 105, 9-215,2 mm SL (Yarinacocha, Aug./ Sept. 1920).
Der Artname ist in der lateinischen Form von "scrofa" verwendet, was nach den Angeben der Autoren soviel wie "züchtende Sau" bedeutet. Im Aquarium oder einer Station wurde Glyptoperichthys scrophus meines Wissens noch nicht zur Nachzucht gebracht, so daß die vielleicht irreführende Bedeutung des Artnamens wohl erst noch erforscht werden muß. Ich hielt Tiere über viele Monate in einem 120 cm langen Aquarium, in dem sie während dieser Zeit kaum merkbar weiterwuchsen. Ihre Pflege war problemlos. Sie nahmen abwechselnd sowohl vegetarische als auch fleischliche Nahrung zu sich. Besonders scheu waren sie nicht, jedoch bevorzugt nachtaktiv. Tagsüber blieben sie meist in ihrem Versteck. Zur Aufnahme von Leckerbissen ließen sie sich jedoch nicht lange bitten.
Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung des Birgit Schmettkamp Verlages © Achim Weber 2/98 |
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