Marin - Testberichte

Sera Biodenitrator
 

Vor etwa einem Jahr entschloss ich mich für den Test des Sera Biodenitrators in einem 200l Becken. Nach Erhalt des Filters, stellte sich zuerst die Frage des Anschluß des Geräts. Grundsätzlich ist mit den mitgelieferten Anschlußteilen ein Betrieb ohne einen Außenfilter wie z.b. Eheim Topffilter unmöglich. Ich lieh mir also von einem Bekannten einen Eheim Topffilter aus. Nach Befestigung des mitgelieferten Wasserzulaufreglers am Aquarienrand und einschalten der Pumpe, drückten zunächst einige Liter Wasser durch das offene Zulaufregelsystem auf den Boden, was mich keineswegs begeistert stimmte. Nachdem ich nun die Wasserdurchlaufmenge auf ein moderates Maß heruntergeregelt hatte, impfte ich die Denitratorlösung in die vorgesehene Öffnung des Zulaufreglers. Am nächsten Morgen fand ich dann erneut einige Liter Wasser auf dem Boden um mein Aquarium, was mich nach dem Aufputzen dazu brachte ein anderes Zulaufsystem zu benutzen. Ich benutzte einen Tunze Bioanschluß und adaptierte den Schlauch, bis er auf den Bio Denitrator passte. Am Auslauf adaptierte ich ebenfalls, bis ein Gardenahähnchen passte. Nach Entlüften des Filters injizierte ich die Denitratorlösung einfach an eine Stelle im Schlauch, die noch im Bereich des Filterbeckens lag, so daß das an der Injektionsnadel austropfende Wasser wieder in den Beckenkreislauf lief. Nachdem der Filter nach einigen Wochen aktiv wurde, konnte man wirklich einen Nitratabfall feststellen. Leider nicht im beworbenen Rahmen und wenn ich nicht über das Redoxpotential kontrolliert hätte, wäre der Filter nach einigen Monaten zur Nitritbombe geworden. Da der Filter in einem schwarzen Gehäuse sitzt, ergibt sich auch keinerlei Möglichkeit der optischen Kontrolle. Beim entnehmen des Filters und entleeren der Restwassermenge zeigte sich dann auch, daß der Filter nur noch mit einer übelriechenden braunen Brühe gefüllt war. Dieses Gerät möchte ich wirklich nicht weiterempfehlen!

hinzugefügt: December 9th 2001
Tester: Andreas Heisinger
 

 


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