MARIN - wir haben gerne viel Spass !

Gleich vorweg - diese Seite haben wir vor langer Zeit irgendwo kopiert - wir wissen aber nicht mehr wo !

Also wenn einer den Autor kennt möge er es uns mitteilen !


Starke Frauen

und ihre Erkenntnisse

Cheryl Benard und Edit Schlaffer sind Sozialwissenschaftlerinnen und haben gemeinsam zahlreiche Bücher verfaßt. In ihrem Buch »Grenzenlos weiblich« (Kiepenheuer & Wietsch 1990) interviewen sie erfolgreiche Frauen. Die nachfolgenden Zitate stammen aus diesem Buch.

 

Männer können sachliche Kritik von Frauen nur schlecht vertragen.
Sie fühlen sich sofort in ihrem männlichen Ego angegriffen.
Es muß da eine geheime Alarmanlage vom Kopf in den Schwanz geben.
Xenia Hausner, Bühnenbildnerin

Männer machen so einen Wind um ihre Führungspositionen.
Das ist so lächerlich und rührend wie in der Tierwelt.
Xenia Hausner, Bühnenbildnerin

Wenn Frauen inzwischen dieselben Unarten in Führungspositionen annehmen,
heulen die Männer auf.
Sie messen eben mit zweierlei Maß.
Xenia Hausner, Bühnenbildnerin

Ich kenne inzwischen seine Grenzen, der kann's einfach nicht.
Ich kann auch nicht von einem Esel verlangen, das er tanzt,
oder von einer Kuh, das sie singt…
Ein Mann ist ein Luxus, das muß man akzeptieren.
Ich leiste mir halt diesen Luxus.
Eine Unternehmerin über ihren Mann und seinen Beitrag zur Kindererziehung und -betreuung

Der Mann mag sich den Pflichten in Haushalt und Kindererziehung entziehen,
weil er sich für diese Arbeiten insgeheim zu gut und zu wichtig vorkommt,
aber die Frau sieht das anders.
Sie erlebt ihn als Person, die einfach nicht in der Lage ist,
fair und gleichgewichtig und eigenintiaitiv ihren Beitrag zu leisten.

Es ist kein Zufall, daß so viele mächtige Männer
ein vollkommen degeneriertes Sexualleben führen
und daß nicht wenige von ihnen letztlich an Sexskandalen scheitern:
Sie haben nie die historische Gelegenheit gehabt, Selbstbeherrschung zu lernen.
Der Mangel an Selbstbeherrschung, den sie häufig vorweisen, ist erschreckend.

Männer kümmern sich so wenig um die Folgen ihres Tuns,
weil die Frauen immer ihren Mist wegräumen.
Vom Haushalt bis zum Atommüll,
Männer können einfach nicht wegräumen, weil sie es nie gelernt haben.
… Der Mann läßt als Kind seine Papierschnitzel fallen,
als Ehemann seine Socken und als Industrieller seine chemischen Abwässer.
Diese Schlußfolgerung einer Professorin mag gewagt sein,
aber sie entbehrt nicht einer gewissen Plausibilität.
…demzufolge Cäsar ein Genie war,
weil er drei verschiedene Dinge auf einmal tun konnte.
Wenn dieses Kriterium zutrifft, dann sprengen hunderttausende Frauen
täglich den Rahmen des Genialen. Nur drei Dinge? Wie erholsam!

Aber schließlich wächst man mit den Aufgaben,
und demzufolge haben Frauen in den letzen Jahren
einen immensen Wachstumsschub gehabt.

Bei Frauen aber kommen viele Verschärfungen hinzu.
… Ihr impertinenter Anspruch, nun auch mitmachen und mitspielen zu wollen,
wird als Affront erlebt, der doppelt irritiert, weil er von einer Frau kommt.

Man darf nicht erwarten, daß Männer besonders liebenswürdig sind,
das sind sie nicht, das sind sie auch untereinander nicht,
und das sind sie gegen Frauen auch nicht.
Heute weniger denn je, da waren sie früher liebenswürdiger als heute.
Herta Firnberg, ehemalige österreichische Wissenschaftsministerin

…drängst sich manchmal die Vermutung auf,
daß bei Männern manchmal ein Böser-Buben-Instinkt auftritt.
Warum tritt man auf Regenwürmer? Um sie zappeln zu sehen.
Warum zwickt man das Baby? Weil es noch nicht sprechen und einen daher noch nicht verpetzen kann.
Warum quält man die neue Frau am Arbeitsplatz?
Weil sie mit ihrer Ernsthaftigkeit und Unsicherheit dazu einlädt.

Wenn wir in den Institutionen maßgeblicher geworden sind,
können wir diese rückständig autoritären Männerspielchen einstellen.
Bis dahin werden sie bestehen bleiben, und es ist besser,
wir wundern uns darüber, als daß wir uns darüber ärgern.

Es ist nicht so, daß nur die Frauen selber sich kein aggressiveres Auftreten zumuten wollen;
sie mögen es an den Männern genausowenig.

Die Vorurteile der Männer zum Beispiel
werden kühl und diagnostisch nicht als etwas Beleidigendes und Ungerechtes wahrgenommen,
sondern als eine Art geistige Behinderung, unter der diese Menschen leiden.


Marianne Grabrucker ist Juristin. Ihre Tochter Anneli wurde 1981 geboren, während der ersten drei Lebensjahre führte die Mutter ein Tagebuch über das Zusammenleben mit ihrer Tochter und veröffentlichte ihre Erfahrungen in dem Buch »Typisch Mädchen« (Fischer 1985).
Keine Erziehungsperson würde je zu Kindern sagen:
»Autos sind die Welt für Männer«,
und trotzdem lernen sie es.

„Frau nackig.“ – …Mann redet.“
Anneli Grabrucker, 1Jahr 6 Monate alt

Wo das Mädchen Erwähnung findet, ist es dem Buben ähnlich.
Nie umgekehrt. Die Norm ist der Bub.

Ist das jetzt nicht ein besonders schönes Gefühl,
als Frau einem Mann das Leben geschenkt zu haben?
Ein Müncher (angeblich) alternativer Arzt, der gerne zu Hausgeburten hinzugezogen wird

…die eigene Erfahrung, daß eine Frau,
um überhaupt eine Existenzberechtigung in dieser Männerwelt zu haben,
gut aussehen muß.
Nur dann darf sie den Mund aufmachen, Forderungen stellen,
ohne verspottet oder ausgelacht zu werden (mehr als sowieso schon),
darf etwas »wollen«, darf sich wünschen und aussuchen,
muß sich nicht bescheiden mit dem, was man(n) ihr freiwillig abgibt.

Beim Vater ist es in Ordnung, wenn er der Stärkere ist und bei Raufspielen siegt.
Nur bei einer Frau wird Gewalt als das, was sie ist, auch erkannt und ausgesprochen.
Aber selbst dann darf eine Frau das wahre Kräfteverhältnis
– und sei es nur im Spaß – nicht zeigen.
Auch gegenüber dem kleinen Mann muß die Frau immer die Schwächere sein.

Das Mädchen darf an das Werkzeug, nicht aber der Bub an die Schminke.
Für sie ist es aufwertend, mit Werkzeug umgehen zu können wie ein Bub;
für ihn ist es absolut lächerlich, mit Schminke umgehen zu lernen.

Allein in dem Begriff des »Dürfens« steckt die jederzeitige
– für Kinder unberechenbare – Widerrrufsmöglichkeit durch die Erwachsenen.
Von deren gutem Willen und jeweiliger Laune ist es beim Mädchen abhängig,
wie weit es in der Abweichung von der vorgegebenen Geschlechtsnorm gehen darf.

Wenn es tatsächlich immer so ist, daß wir Mütter
die Buben von vornherein wichtiger und ernster nehmen,
dann muß natürlich die »Atmosphäre« so mit Vorteilen
für die Buben angereichert sein, daß das Selbstbewußtsein der Buben wie angeboren wirkt.

Unbekannte Personen, deren Geschlecht nicht eindeutig wahrzunehmen ist, sind als Mann definiert.

Die Technik kann so in einem historischen und materiellen Sinne als männlich definiert werden.
Sie läßt sich, so wie sie ist, nicht weiblich, noch nicht einmal geschlechtsneutral anwenden.

…wie die Kinder fast ausschließlich Frauen Mühe und Plage verschaffen,
wo ich sehe, daß die Frauen die Kinder nicht nur körperlich »geschaffen« haben,
sondern mit jeder Stunde psychisch am Leben halten,
Kinder also fast ausschließlich Produkte der Frauen sind.
Die Frau geht auch darin unter, denn was bleibt, ist der Name des Mannes und seiner Söhne.
Und das durch alle Generationen – unsere Namen sind weggeworfen und vergessen.

Wieder einmal wird der Bub, so wie er sich verhält, akzeptiert;
die Mütter fordern keine Anpassung an das Mädchen,
sondern nehmen im Gegenteil
die Leistung des Mädchens als Selbstverständlichkeit hin.

…daß öffentliches Pinkeln der Männer von Kindern in diesem Alter
bereits wahrgenommen wird und ein Teilchen jener Atmosphäre ist,
die Männern allgemein ein größeres Gewicht verleihen als Frauen.
… Männer haben offenbar nichts zu verbergen,
sich nicht zu genieren, wohl aber Frauen – oder?
Die Öffentlichkeit ist also selbst in diesem Bereich von Männrn mehr beansprucht.

Für Oma scheint männliches Verhalten schlimmer zu sein als die Tatsache,
daß Anneli in ihr eigenes Badewasser pinkelt.

Was immer auch die Männer tun
– selbst wenn sie Puppen für religiöse Zeremonien ankleiden –
hat mehr Prestige und wird als höhere Leistung bewertet als das, was Frauen tun.
Margaret Mead über Bali, 1930

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