Abbauorganismen: Organismen, die zum Abbau von organischer Substanz zu anorganischen Verbindungen beitragen. In gewissem Sinne sind alle Organismen am Abbau beteiligt, doch betrifft dieser Begriff in der Regel nur die Mikroben.

absorbieren: aufsaugen, in sich aufnehmen

adsorbieren: an einer Oberfläche anlagern; z.B. Eiweißstoffe, die sich an aufsteigenden Luftblasen im Abschäumer anlagern.

Absorbtionsspektrum: eine Kurve, in der dargestellt wird, in welchen Bereichen des Lichtspektrums ein Stoff, z.B. ein Pflanzenpigment, Lichtenergie absorbiert.

aerobes Milieu: sauerstoffreiches Milieu; Gegensatz zu „anaerobes Milieu".

ahermatypische Korallen: nicht riffbildende Koralle; Gegensatz zu „hermatypische Korallen".

Akklimatisierung: Veränderung in einem Organismus zur Anpassung an ein anderes Milieu.

akkumulieren: speichern, konzentrieren, ablagern, z.B. in einem Pflanzengewebe.

Aktivkohle: hochporöse und chemisch behandelte Kohle mit Bindevermögen für organische Stoffe.

Aminosäure: organische Verbindung aus Amino- und Carboxy-Gruppen. Von den vielen verschiedenen Aminosäuren sind etwa 20 Bausteine der Proteine (Eiweißverbindungen). Etwa die Hälfte von ihnen ist lebensnotwendig (essentiell) für lebende Organismen.

anaerobes Milieu: Milieu, in dem Sauerstoffmangel herrscht; Gegensatz zu „aerob".

Aragonit: eine Kristallform des Kalks (Calciumcarbonat CaCO³), die von hermatypischen Steinkorallen aufgebaut wird.

Aräometer: Dichtemesser; Gerät zur Messung der Dichte einer Flüssigkeit.

Assimilationsprodukt: Unter Assimilation versteht man in der Botanik solche Stoffwechselvorgänge, bei denen die Pflanze aus anorganischen Verbindungen organisches Material aufbaut. In der Zoologie wird unter Assimilation die Umwandlung der aufgenommenen Nährstoffe in körpereigene Substanzen der Zellen und Gewebe verstanden.

autotrophe Organismen: Organismen, die zur Photosynthese fähig sind und anorganische Stoffe zu organischen Verbindungen aufbauen. Bei Bakterien gibt es auch sogenannte Chemoautrophie. Gegensatz zur Autotrophie ist die Heterotrophie.

biochemisch: Biochemie ist die Lehre von den chemischen Vorgängen im lebenden Organismus.

Biogeographie: Wissenschaft von der geographischen Verbreitung der Tiere und Pflanzen.

biogeographische Zonen: Teile der Erde mit charakteristischem Tier- und Pflanzenleben, das in anderen biographischen Zonen nicht vorkommt.

Bleaching (engl.): bleichen; darunter versteht man ein Ausbleichen von Korallen. Bleaching kann bei Steinkorallen durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden, z.B. höhere Temperatur als 30° C. Es führt zum vollen oder teilweisen Verlust der Zooxanthellen und zu einem Verblassen der natürlichen Farben.

carnivor: fleischfressend

Carotinoide: Gruppe von Photosynthesepigmenten; zu ihnen gehören außer den Carotinen u.a. Xanthophylle, z.B. Fucoxanthin in Braunalgen und Diatomeen.

Cellulose: bildet den Hauptteil der pflanzlichen Zellwände. Sie ist ein Kohlehydrat und zählt zu den Polysacchariden.

Chlorophyll: Photosynthesepigment, das den autotrophen Pflanzen ihre grüne Farbe verleiht. Es gibt mehrere Chlorophylle: Chlorophyll a und b in höheren Pflanzen, Chlorophyll c und d in Algen sowie Bakterienchlorophylle.

Chloroplast: Zellorganellen (Plastiden), die den grünen Pflanzenfarbstoff , das Chlorophyll, erzeugen.

Ciliaten: meist Wimperntierchen genannt, da sie sich mit Hilfe von Wimpernhaaren (Cilien) fortbewegen, eine charakteristische Eigenart der Ciliaten. Sie gehören zur Klasse der Ciliophora im Unterreich der Protozoa (Einzeller).

Coenenchym: Gewebe der Korallenpolypen , die in der Klasse der Alcyonaria (Weich- und Lederkorallen, Korallentiere mit acht Tentakel) vereinigt werden. Aus diesem Gewebe entwickeln sich durch ungeschlechtliche Vermehrung neue Individuen.

Cyanid: Salze der Blausäure (Cyanwasserstoff, HCN), z.B. Kalciumcyanid (KCN) oder Natriumcyanid (NaCN). Beide sind im Wasser leicht löslich und außerordentlich giftig.

Denitrifikation: vollständige Reduktion von Nitrat (NO³); als Endprodukte ergeben sich entweder molekularer Stickstoff (N²) oder Distickstoffoxid (N²O).

Detritus: organisches Material, das bei Abbauvorgängen entsteht.

Dichte: auf eine Volumeneinheit entfallende Masse (in einem m³ enthaltende Masse in Gramm).

Dinoflagellaten (Dinophyta): Algenklasse mit meist einzelligen, begeißelten Algen. Die meisten leben freischwimmend, doch auch die symbiotischen Zooxanthellen gehören zu den Dinoflagellaten.

Dissimilation: bezeichnet u.a. sowohl die Denitrifikation als auch die Nitratreduktion, bei der Nitrat zu Nitrit und/oder zu Ammoniak/Ammonium reduziert wird.

Diversität: Mannigfaltigkeit

DNA: Abkürzung für Desoxyribonucleinsäure; Doppelstrangmoleküle, Träger und Übermittler der Erbinformationen.

Ektoderm: die äußere der beiden Zellschichten (Außenhaut) eines Nesseltieres; die innere Zellschicht wird „Endoderm" genannt.

Entoderm: die innere der beiden Zellschichten von Nesseltieren, auch Innenhaupt genannt; die äußere Zellschicht wird als „Ektoderm" bezeichnet.

Epiphyt: Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen; sowohl bei Algen, Flechten, Moosen und höheren Pflanzen, z.B. Bromelien, vorkommend.

eutroph: nährstoffreich

Evertebrata(en): wirbellose Tiere (auch Invertebrata); alle Tiere, die nicht zu den Vertebrata gehören.

Evolution: Jede fortschreitende genetische Differenzierung eines Tier- oder Pflanzenorganismus von Generation zu Generation (Mikroevolution). Größere Veränderungen (Makroevolution) führen zu neuen Arten.

fakultativ anaerobe Organismen: Organismen, die sich wechselnden Sauerstoffbedingungen anpassen können und daher sowohl in sauerstofffreiem (anaeroben) als auch sauerstoffreichem (aeroben) Milieu leben können.

Farbtemperatur: Maß für die Zusammensetzung des Lichtes einer Lichtquelle in Kelvin (K); hoher K-Wert bedeutet überwiegend Blaustrahlung mit „kaltem" Licht; niedrigerer K-Wert überwiegend rötliche Strahlungsanteile mit „warmem" Licht.

Fettsäuren: Organische Säuren bilden etwa 90 % der Fettverbindungen im lebenden Organismus. Sie werden ihrer chemischen Struktur entsprechend in „gesättigte" und „ungesättigte" Fettsäuren eingeteilt.

Flagellat: Einzelliger Organismus, der sich mit einem Flagellum (Geißel) fortbewegt.

Foraminiferensand: kalkhaltige, poröse Schalen von Kammerlingen (Foraminiferen). Das sind einzellige Organismen, die zur Klasse der Wurzelfüßer (Rhizopoda) gehören. Foraminiferenschalen bilden einen Teil des Sediments im Korallenriff.

 


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